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Eucrea-Literaturwettbewerb 2010

Immanuel Affeld
(barner 16)

Tamara Keitel
(Physikdruck / barner 16)

Jan Thibout
(barner 16)

Birgit Hohen
(barner 16)




Ich habe ein Gutes Gefühl von Deutschland bis Bremen und Dortmund
Eine Geschichte von Immanuel Affeld.

Ohne Eltern. So ist es. Ich wohne ohne Eltern. Ohne Eltern wohnen, fühle ich mich wohl. Ich bin im Zimmer. Das ist Blankeneser Hauptstraße. Ich kann Servietten falten, Tischdecken und ich kann Inline-Skaten und ohne Hilfe Fahrrad fahren. Den Berg runter. Und Trampolin laufen.

Ich bin sportlich! Ich kann Reiten!
Ich bin im Zimmer und kann hüpfen und springen und kann Liegestütze, wenn ich Musik höre. Dann habe ich CD an, Marschmusik, Popmusik, „cool man“ singen die. So ist es.
Auf den Kopf stellen und lachen. Auf den Arsch fliegen.
Der Betreuer ist Fräulein Klara. Flotte Biene. Knackarsch.
Ich würde sagen, ich trage die Haare offen.
Ich würde sagen, das ist meine Heimat.
Hamburg und Lübeck. Mannheim und München. Frankfurt, Kassel, Stuttgart.
Ich bin mit dem Zug nach Göttingen gefahren. Abgehauen.
Die Polizei hat mich gesucht. Mannheim.
Die Polizei hat mich in ganz Deutschland gesucht!
Dann war ich in Mannheim im Krankenhaus, im Bett und hatte ein Nachthemd an.
Eine Frage: Habe ich ein gutes Gefühl von Deutschland bis Bremen und Dortmund, bitte?
Der ICE hat keinen Führerschein und keine Bahnkarte für mich. Immanuel hat nur Diabetes. Die Bahn hat keinen Freund mehr gefunden.
Ich bin 20 Jahre alt. Ich liebe im Herzen. Auch Eltern.
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Nur fliegen ist schöner
von Tamara Keitel

Als ich 1976 zur Welt kam, hatte ich noch keine Ahnung, was für tolle Sachen so auf mich warteten. Eines der tollsten Dinge ist das Fahren mit Fahrgeschäften. Wo den meisten eher schlecht wird, ist für mich erst richtig spaßig.

Letztes Jahr im Oktober habe ich das aller beste Fahrgeschäft entdeckt: Die „Colossos" im Heide Park Soltau. Gehört hatte ich schon vorher von der größten Holzachterbahn der Welt, aber gesehen hatte ich sie noch nie. Zuerst dachte ich, wie soll dass denn gehen? Eine Achterbahn nur aus Holz.

Nun stand ich vor dem Riesen. Eine Fahrtstrecke von über 1000 Metern, 52 Meter hoch und ein Neigungswinkel von 61°. Berühmt ist sie auch, 2003 stand sie im Guinnessbuch der Rekorde als größte und steilste Achterbahn der Welt.

Ein bisschen komisch war mir schon, so ein Riesen Ding hatte ich noch nie gesehen. Dann war es soweit, ich hatte Mut gefasst und mich in die Schlange gestellt. Nach einer halben Stunde etwa ging es los. Wir fuhren den hölzernen Hügel hinauf. Als ich runter sah, dachte ich: „Ach du Scheiße! Wie komme ich bloß aus dieser Hühnerscheiße raus?" Aber, als es dann rasant bergab ging, dachte ich nur noch: „Wow!"

1,5 Minuten gehen so schnell vorbei. Es war gigantisch, einfach schön. Man kann einen Moment lang alles vergessen. Für einen Augenblick ist man so richtig frei. So ein Glücksgefühl hatte ich noch nie.

Als ich ausstieg, war ich richtig zitterig vor Aufregung. Als ich meine Freunde gefunden hatte, überreichten sie mir ein Foto, auf dem ich im „Colossos" zu sehen war. Man konnte es kaufen. Dazu gab es ein Pokal, ebenfalls aus dem Shop, weil ich mich getraut habe. Dass soll bei weitem nicht die letzte Fahrt gewesen sein, denn nur fliegen ist schöner.

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Die Exklusivität im Alltag
von Jan Thibout

Alltag ist ganz wichtig, weil der Alltag die inneren Befindlichkeiten oder Sehnsüchte im Gleichgewicht hält und auch verhindert, dadurch, dass man einer Tätigkeit nachgeht oder Verpflichtungen hat. Das betäubt diese Tiefen, die man hat oder die Höhenflüge.

Das Besondere, das Intensive, was im Menschen steckt, in mir, wird durch den Alltag im Gleichgewicht gehalten. Zum Beispiel, dass man vor bestimmten Dingen Angst hat, die so subtil sind, dass sie einem eigentlich gar nicht auffallen; der Alltag schafft, dass diese Gefühle im Rahmen gehalten werden.

Besonderheiten sind auch: Hochzeit, Geburt, das sind alles nicht alltägliche Sachen, oder eine Show, auf die man sich vorbereitet.Was man auch immer macht, irgendwelche beruflichen Höhepunkte, die aus dem Alltag rausfallen, irgendwelche Urlaube, an die man sich sein Leben lang erinnert, weil man sich da an besondere Sachen erinnert, besondere Leute getroffen hat, Erfahrungen gemacht hat, die man fürs Leben mitnimmt. Das sind Sachen, die so im Alltag nicht vorkommen und somit sind sie besonders.

Das kann man nicht jeden Tag haben bzw. das hat man nicht jeden Tag. Das hat, glaube ich, auch einen Grund, dass man das nicht jeden Tag hat, sondern dass das Normale der Alltag ist und alles das, was aus dem Alltag herausfällt, die besondere, die exklusive Seite des Lebens ist. Und die soll auch exklusiv sein, dass der Mensch sich auch noch bewusst wird,dass das ganze Leben nicht so ist, sondern dass das nur ein Teil des Lebens ist. Das macht den Alltag dann insofern aus, dass so eine Bodenständigkeit erhalten bleibt.
Der Alltag relativiert die Exklusivität.

Der Mensch ist nicht immer dafür ausgerüstet, nur in Extremen zu leben, sondern sich auf die elementaren Dinge des Lebens zu konzentrieren; z.B ein Kind aufzuziehen, arbeiten zu gehen, sich zu versorgen, die Familie zu versorgen, mit Ämtern zu kommunizieren, seine Wohnung sauber zumachen, einkaufen zu gehen, seinem Job nachzugehen; all diese ganzen Dinge, die ja den Alltag darstellen. Und dadurch dass es diesen Alltag gibt, entsteht ja die Empfindung, die der Mensch hat, für das Besondere, für das Exklusive.
Der Sinn fürs Exklusive würde nicht diese Bedeutungh aben und nicht diese Wirkung haben und nicht diese Intensität haben, wenn es nicht den Alltag geben würde.
Oder wenn eine Exklusivität andauernd da wäre, wäre es nicht mehr exklusiv und würde der Mensch nicht mehr gucken, was am Leben halt noch sonst so interessant sein könnte.

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Alltagsstress
von Birgit Hohnen

Der Alltagsstress entsteht, wenn man sich zuviel vornimmt, zu viele Alltagsgedanken hat.

Man redet über dies, man redet über das. Man redet völlig wirres Zeug, man redet einfach zu viel. Der Alltagsstress passiert im Kopf, der dreht sich im Kopf, der dreht sich rum, wie eine CD, die man sich tausendmal anhört, die immer wieder neu besprochen wird mit: Alltag, Alltag, Alltag. Dann ist es wieder still, und dann kommt wieder: Alltag, Alltag, Alltag.

Und wenn der Alltag rum ist, dann sagt man sich, ich will Ruhe haben, ich will Pause haben, ich will keinen Stress mehr.

Dann frage ich mich,wo willst du eigentlich hin, wo wollen die Gedanken eigentlich hin?

Die Gedanken sind irgendwo im Kopf und die sind irgendwo verschütt gegangen, irgendwo.

Die zerbrechen wie ein Herz, das nicht mehr schlägt; so sind die Gedanken manchmal.

Die Gedanken sind im Alltag und bewegen sich in mir drin. Manchmal sind sie da und manchmal sind sie weg. Und wenn sie weg sind, dann bin ich auch weg; mit den Gedanken.

Dann bin ich plötzlich irgendwo, aber ich weiß nicht wo, keine Ahnung.

Ich bin im Alltag verschwunden.

Dann muss ich wieder in das normale Leben zurückfinden, das mache ich mit Musik.

Da lege ich eine CD ein und dann hole ich mich mit der CD automatisch wieder zurück.

Die Gedanken werden dann automatisch ruhig und ganz, ganz still.

Wenn man sich mal eine CD anhört, dann werden die Gedanken plötzlich... huuuitt, dann lösen die sich auf, in Luft. Das neue Herz fängt dann wieder an zu schlagen, das alte nicht. Das alte ist zerbrochen und wird rausgeholt, und das neue wird reingesetzt und schlägt dann.

Wenn ich die Musik höre, wird ein Atem eingesetzt; ein Musikatem. Das ist ein Atem, der innerlich sich bewegt, der einatmet und ausatmet. Und wenn der Atem diese Musik hört, dann kommt automatisch das alte Herz raus und das neue kommt rein. Das neue Herz wird reingesungen.

Ich möchte einfach wissen, woran erinnert sich mein altes Herz, woran?

An meine alten Gedanken, die wissen wohin sie gehen sollen, die sollen rausgehen, aus dem Alltag. Manchmal gehen die nicht raus, sondern gehen wieder rein. Ich möchte, dass sie verschwinden, dass sie gehen, am liebsten möchte ich sie anschreien. Aber das kann ich meistens nicht.

Das neue Herz sammelt jetzt neue Ideen, sammelt jetzt neue Gedanken und sagt: „Ich möchte jetzt, dass du vernünftig mit mir sprichst und, dass du sagst, was möchtest du, Birgit?"

Dann werden die Gedanken ruhiger, werden ausgeglichener und aufgeblühter.

Das neue Herz und die neuen Gedanken sprechen nicht miteinander, die schlagen sich an.

Die Gedanken fühlen das mit dem Herzen, denn in unserem Herz ist ein Fühlstein, der den Alltag fühlt und die andere Welt. Und wenn dieser Fühlstein oder auch Herzstein zerbricht, im Alltagsstress, kommt erstmal automatisch kein neuer Stein, sondern dann wird der alte Stein kaputt gemacht.

Wenn man zu viele Gedanken hat, dann brechen die durch, dann produzieren die den Alltagsstress. Und wenn man das bemerkt, dann sagt man sich, wirhaben so viele Gedanken im Alltag, was soll das, was ist in unserem Herzen, was sind Herzgedanken, was sind andere Gedanken?

Wenn ich Probleme habe, dann sage ich mir manchmal: Birgit, was hast du auf dem Herzen, was ärgert dein Herz? Das regt mich manchmal auf, es ist einfach so.

Es ist schwer mit dem Herzstein, dem Fühlstein zu leben. Weil es manchmal weht tut im Herz, weil das Herz weint mit, das Herz fühlt. Dann lege ich mich hin und höre eben Musik.

Die Menschen brauchen mehr Hörspiele, vielleicht auch klassische Musik, oder mit einem gewissen Jazzgefühl oder auch Gitarrenmusik. Man muss erstmal gucken, ob man klassische Musik nimmt oder auch eine bestimmte Orgelmusik oder auch eine Bachmusik. Darauf muss man sich einstellen und die Einstellung entspannt. Die Leute müssen einfach mehr mit Musik gegen den Alltagsstress rumlaufen.

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Das putscht derartig auf oder woher das Sprichwort kommt: Tee trinken und abwarten
von Birgit Hohnen

Das Mittel putscht auf, das putscht derartig auf, weil da Koffein drin ist, und dadurch werden die Leute hibbelig. Man muss sich vorstellen, wenn die Leute Kaffee trinken, dann werden die automatisch… dschumm, wie so ein Hibbelheini. Dann sagt man, stellt euch mal den Tee auf den Tisch, damit ihr mal zur Ruhe kommt, weil Kaffee putscht den Körper automatisch auf. Da ist so viel Kaffeepulver drin, dass das ganz, ganz schnell aufs Herz geht, da kriegt man Herzflattern… dscht, dscht, und alles das. Das kann der Körper nicht ab. Der Körper braucht andere Flüssigkeiten, der braucht nicht so viel Aufputschmittel. Eigentlich ist das ganz wichtig, dass der Körper sich mit Tee ganz schnell ruhiger stellt.

Das ist absolut wahnsinnig, die Leute sind im Koffeinalltag.

Die Frage ist, warum fangen die überhaupt an mit Koffein?

Das weiß ich nicht. Wahrscheinlich macht es denen Spaß. Wahrscheinlich sagen die sich, ach, wir haben richtig Spaß Kaffee zu trinken, wir wollen Kaffee trinken, wir machen das. Das ist aber doch kein Spaßalltag. Das ist mein Ernst! Stell dir vor, wenn jeder nur Kaffe trinkt und immer mehr, dann wird man nur nervös. Aber jetzt frage ich mich mal, wie kommen die da wieder raus?

Indem sie Tee trinken, dann kommen die nämlich automatisch wieder aus dem Koffein raus, aus dem Rausch raus.

Das heißt, wenn der Kaffee leer ist, dann stellt man eine Teekanne auf den Tisch, macht da Tee rein und lässt ihn erstmal ziehen. Und wenn der gezogen ist, dann trinkt man den und wartet ab bis man von alleine ruhiger wird; ruhiger Tee sozusagen. So, und diese Methode werde ich allen sagen, die auf meiner Wohngruppe sind oder die im Alltagsstress sind: Man sollte sich Tee kaufen, man sollte ihn kochen und dann den Tee ziehen lassen. Das ist der Teealltag. Das ist nämlich mein Punkt, zu dem ich jetzt komme. Daher sagt man: Tee trinken und abwarten. Dann gibt es wunderbare Alltagsgefühle.

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Struktur, Frau Merkel!
von Birgit Hohnen

Das fängt so an, dass man im Alltag arbeiten gehen muss oder möchte, weil man Geld verdienen möchte. Wenn man nicht arbeiten würde, würde man gar kein Geld kriegen, würde man sich nur langweilen zu Hause. Dann würde man rumsitzen, dann würde man immer nur Fernsehen gucken und so was. Aber, das möchten wir Menschen nicht. Wir möchten auch mal was Sinnvolles machen, wir möchten Arbeitsstrukturen erleben, dass man unter Leute kommt, dass man was macht. Wenn man ohne Arbeit wär’, dann wär’ man arbeitslos. Es gibt ja Arbeitslose, die nicht arbeiten können. Die können nicht arbeiten, weil sie keine Arbeit finden, weil sie keinen Job finden. Ich weiß nicht, wo da der Sinn dran ist.

Obdachlose z.B., die sind viel schlimmer dran, die würden gerne arbeiten und haben das nicht. Weil sie einfach keine Arbeit finden, weil sie einfach nach Essen betteln und nach irgendwelchen Sachen suchen, die wichtig für sie sind.

Ich als Mensch würde denen sagen, ich würde euch Arbeit anbieten, wenn ihr welche haben wollt; Halbtagsjobs oder so was. Ich würde denen sagen, dass sie erstmal Arbeit suchen sollen, dass sie auf den freiwilligen Arbeitsmarkt gehen sollen. Es gibt so viele Sachen, die man auf dem ersten freiwilligen Arbeitsmarkt anbieten kann. Arbeit ist positiv für den Alltag. Die Obdachlosen sitzen auf der Straße und wollen arbeiten und können aber nicht. Sie wollen sich Arbeit suchen, aber finden keine, weil es keine gibt; offensichtlich. Es gibt ja keine Arbeit für die Obdachlosen, wie sollen die dann welche finden?

Für die ist es schwieriger als für uns. Wir haben Arbeit, wir können uns freuen, wir haben viel Struktur. Wenn die keine Struktur haben, dann sind die hilflos. Dann sind die Leute hilflos, dann suchen die sich jemanden und fragen, können wir was zu essen haben. Oder können wir wenigstens mal Geld ausgeben für Sachen.

Für die Leute, die keine Arbeit haben, die nicht mal eine Wohnung haben, kein Dach über dem Kopf haben, für die ist da ganz, ganz schwer. Es gibt ja auch einen Auswandereralltag. Wenn die Leute woanders hingehen, wo sie einfach mehr gefördert werden, mehr Struktur, wo viele andere Leute auch dafür da sind. Die wandern z.B. nach Spanien aus oder nach Ägypten oder nach Timbuktu, ich weiß nicht wohin. Aber irgendwo müssen die hin, weil die können nicht so weiterleben. Die sitzen ohne Essen da auf der Straße und wissen nicht weiter und gehen wahrscheinlich ins Obdachlosenheim.

 

Das kann nicht sein, dass ein Mensch, der so viel Struktur hat im Leben, dass der anders ist. Der Mensch hat selber Struktur, der sammelt sich die. Der macht sich Gedanken und sagt, ich möchte arbeiten und hab aber nichts. Dann müssen die Leute sagen, ihr braucht Hilfe, wir, die Struktur haben, geben euch welche ab, wir halten zu euch, wir stehen zu euch. Das muss der Mensch dem Anderen sagen.

Wo soll der andere Mensch z.B. Lebensmittel herkriegen? Von der Lebensmitteltafel oder von der Suppenküche oder so. Dann stehen die da rum und das ist so das Einzige mit, was die am Tag tun können; da sag ich mal Alltagslangeweile. Natürlich müssen die Anderen das tun, die müssen ja was essen, das geht ja nicht anders.

Die haben gar nichts, die haben keine Beschäftigung, keine Förderung, nichts, gar nichts, das ist ganz schön langweilig.

Wir Menschen müssen zu denen hingehen und sagen, wir gestalten euren Alltag, wenn ihr Langeweile habt, kommen wir zu euch und helfen euch. Und dann sagen die: Vielen Dank, dass ihr uns geholfen habt. Das ist das eine und das andere ist, die haben nicht mal Tischdecken, die haben nicht mal ein Bett, einen Tisch, einen Stuhl, die haben keine Möbel.

Wir müssen den Alltag mit denen teilen, wir gehen zu den Leuten hin, die den Alltag brauchen, wir wollen den Alltag für die Obdachlosen gestalten, dass er schöner wird.

Dass man mit denen mal spazieren geht, dass man denen mal was anbietet, dass man mit denen Essen geht, dass man mit denen Freizeitgestaltung macht, dass man Aktivitäten macht. Alles das, was wichtig ist im Alltag.

Das Problem der Alltagslangeweile und der Arbeitslosigkeit kann man lösen. Wir müssen uns alle auf Ja einigen. Das ist Alltagsstrukturhilfe.

Das müsste man dem Arbeitsunternehmer, den Politikern sagen. Der Frau Merkel. Die Bundeskanzlerin müsste den Leuten sagen: Ihr braucht Alltagshilfe.

Man sollte eigentlich mal den Politikern sagen, bieten sie den Menschen doch Alltagshilfe an.

Bieten sie den Menschen doch mal Jemanden an, der für sie da ist, der für sie einfach nur da ist.

Oder natürlich Arbeit, bitte.

Es ist jedes Mal dasselbe. Man muss ja nur die Nachrichten sehen Tag für Tag, dann sagen die: Nein, wir bieten keine Hilfe an oder wir machen’s nicht; das sagen die Politiker. Das finde ich richtig schade.

 

Eigentlich sollte man den Menschen, denen es wesentlich schlechter geht, viel viel dringlicher Hilfe anbieten. Z.B. Pakistan, die haben doch keinen Alltag mehr, überall ist Wasser, das gibt’s doch gar nicht. Wo bleibt denn da die Hilfe, wo bleibt denn da der Alltag?

Es würde allen besser gehen.

Man sollte wirklich dankbar sein, für das was man tut, für das was man hat.

Man kann die Politiker bitten, man kann die Politiker fragen, man kann auch zur Bundeskanzlerin gehen und die fragen: Frau Merkel, wissen sie, sie können ruhig mal mehr Alltagstruktur reinbringen!

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